Pioniere des Fairen Handels

Paula Friedrich (rechts) und Marion Moser im Weltladen in Weinsberg
Foto: Berger, Mario

Die meisten Kunden im Weinsberger Weltladen kaufen Lebensmittel. Am besten gehen Tee, Kaffee und Schokolade. Die gehört auch zu den Lieblingsprodukten von Marion Moser. Die 32-Jährige ist ein Glücksfall für Paula Friedrich und ihre Mitstreiter.

„Ich möchte mich sinnvoll für meine Umwelt engagieren“, sagt die Weinsbergerin.



In der Regel übernimmt die junge Frau die Schicht am Freitagnachmittag. „Unser Team besteht aus 13 Frauen und Männern“, sagt Friedrich. Da muss jeder mindestens einmal in der Woche entweder von 9 bis 12.30 Uhr oder 14 bis 18 Uhr hinter dem Verkaufstresen stehen.

Ganz ähnlich wie in Weinsberg sieht es auch in Flein aus. Dort besteht das Team aus rund 20 Personen. Das Durchschnittsalter liegt etwa bei Mitte 60. Nachwuchs ist entsprechend jederzeit willkommen. „Gerade jetzt in der Corona-Zeit war es nicht immer einfach die Schichten mit zwei Personen zu besetzen“, berichtet die Vorsitzende Dagmar Hauth. „Die Sorge vor einer Ansteckung, Urlaube oder Enkelalarm machen es nicht leichter“, so die 66-Jährige. Doch in dem freundlichen Laden im Zentrum Fleins gibt es immer etwas zu tun – neue Ware muss ausgezeichnet werden, Geschenke wollen eingepackt werden.

Lesen Sie den vollständigen Bericht aus der Heilbronner Stimme.




Warum Kaffee teurer wird

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Nicht nur die Pandemie, sondern auch Ernteausfälle aufgrund des Klimawandels führen zu höheren Preisen für Rohkaffee. Dazu kommen höhere Kosten für Verpackungs- und Transportkosten (bis zu 100 %) sowie gestiegene Verarbeitungskosten in Deutschland, im Wesentlichen getrieben von höheren Energie- und Personalkosten.

Lesen Sie dazu den informativen Bericht im Evangelischen Gemeindeblatt für Baden-Württemberg



  • Handelspartner haben als direkte oder indirekte Folge der Pandemie Einkommenseinbußen und höhere Kosten, unter anderem durch Erkrankungen, Lockdowns, Hygienemaßnahmen sowie gestiegene Kosten für Lebensmittel und Rohstoffe. Daher erhalten sie für ihre Produkte höhere Preise, was sich wiederum auf die Kosten und die Preiskalkulation der Fair-Handels-Importeure auswirkt.
  • Die Frachtkosten, insbesondere aus Asien, haben sich massiv erhöht, zum Teil verzehnfacht. Die gleichzeitige Knappheit von Seecontainern und doppelte bis dreifache Seefrachtlaufzeiten führen zu massiven Störungen der Lieferketten.
  • Fair-Handels-Importeure stehen zu ihren Vereinbarungen. Sie haben, im Gegensatz zum konventionellen Handel, Bestellungen weder im Preis gedrückt noch storniert. Zumindest einen Teil ihrer gestiegenen Kosten müssen sie weitergeben, um die Waren nicht mit Verlust zu verkaufen.



Bibelkino 2022

Mal was anderes: die besonderen Filme der ökumenischen Initiative „Bibelkino“.

Nach dem Open-Air-Kino im letzten Sommer wollen die Initiatoren in diesem Jahr im klassischen Format im Scala-Kino Neckarsulm, Benefizgasse 5 ausgesuchte Filme zum Thema „Beziehungs-Weise: Leben ist Begegnung“ zeigen.

Da nach dem Hygienekonzept des Kinos eine vorherige Anmeldung erforderlich ist und nach den derzeitigen Einschränkungen nur 50% der Kapazität an Sitzplätzen belegt werden darf, empfiehlt sich eine rechtzeitige Online-Ticketbestellung unter https://www.kinostar.com/kino/scala-neckarsulm/ Der Eintritt beträgt 5 Euro.

Zur diesjährige Filmauswahl klicken Sie auf „weiterlesen“ …



Weitere Informationen und eine kurze Beschreibung zu jedem Film finden Sie unter
https://www.kinostar.com/kino/allgemein/n_bibelkino/?neckarsulm




Faire Weihnachtsgrüße

Fair Trade Christmas card by Bryan

Jetzt ist die Zeit, unsere Lieben nah und fern mit einer Weihnachtskarte zu grüßen

FairMail Weihnachtskarten sind nicht nur ein Blickfang, sondern auch eine perfekte Möglichkeit, zur persönlichen Entwicklung unserer FairMail Jugendlichen beizutragen.



Im Juli haben die Jugendlichen an Weihnachtsfotos gearbeitet. Auf einmal hat sich das Büro außerhalb der Saison in eine Weihnachtswerkstatt verwandelt mit einer Geschenkverpackungsstation und einem permanenten Zimtduft in der Luft.

Die Fotografen hatten die Aufgabe, Weihnachtsbilder zu kreieren und dabei alltägliche Objekte zu verwenden. Die Ergebnisse werden Sie sicherlich überraschen, von Schokoladenkeksen über Knöpfe, Linsen und Kokospulver hin zu Kaffeebohnen, war so ziemlich alles dabei.

Verpassen Sie nicht die Möglichkeit, bedeutungsvolle Weihnachtskarten zu diesem Weihnachtsfest zu verschenken. Für das Leben der FairMail Jugendlichen ist das eine große Unterstützung!

Sie können unsere Karten bei uns im Weltläden kaufen.




Wer zahlt für unseren Konsum

Die vermeintliche Schnäppchenjagd am Black Friday hat auch Schattenseiten: Ob Fast Fashion, Kosmetika oder Elektrogeräte – oft leiden Umwelt, Menschen und unser Klima!

Am Black Friday einfach mal durchs Internet stöbern, sich von der Werbung inspirieren lassen? Davon rät Elke Salzmann vom Bundesverband der Verbraucherzentrale ab.



Wir sind zwar auch daran interessiert, dass Verbraucher günstig kaufen können. Doch Marketing-Aktionen wie der Black Friday tragen nicht zu nachhaltigem Konsum bei.

Elke Salzmann, Bundesverband der Verbraucherzentrale

Die aggressive Werbung animiere Konsumenten zu Spontankäufen – und die seien selten sinnvoll, so die Verbraucherschützerin.

Auf wessen Kosten geht der Black Friday?

„Menschen, Umwelt und unser Klima“, sagt Viola Wohlgemuth von Greenpeace. Entlang gesamter Lieferketten bemängelt sie menschenunwürdige Arbeitsbedingungen.

Kaufen wir also neue Elektrogeräte, tragen wir dazu bei, dass noch mehr Rohstoffe abgebaut werden. Zusätzlich hat die Pandemie bestimmte Arbeiter aus dem Niedriglohnsektor hart getroffen.

Während Firmen wie Adidas in der Coronakrise hierzulande unter einen Rettungsschirm springen konnten, sind Fabrikmitarbeitende in Asien stellenweise fast verhungert.

Viola Wohlgemuth, Greenpeace

Auch die Umwelt werde stark gefährdet: Der Einsatz von Plastik und Chemikalien, vor allem in der Textilbranche, sei ein Riesenproblem. Sie verunreinigen das Grundwasser, führen dazu, dass Flüsse und Meere kontaminieren und Menschen ihre Existenzgrundlage verlieren.

Wie können wir nachhaltig konsumieren?

Wie lange halten die Sneaker, bis sie kaputt gehen? Wurden sie unter menschenwürdigen Bedingungen produziert? War die Herstellung klimaneutral? „Diese relevanten Informationen werden Konsumenten schlicht nicht zur Verfügung gestellt“, kritisiert Verbraucherschützerin Salzmann.

Deshalb ist es für Verbraucher unglaublich schwer, nachhaltig zu konsumieren.

Elke Salzmann, Bundesverband der Verbraucherzentrale

Das zu lösen, sei nicht Aufgabe der Verbraucher, sondern der Politik. Ohne diese Informationen könne der Verbraucher sich einzig am Preis orientieren. Doch der lässt eben außer Acht, wie lange ein Produkt tatsächlich hält oder welchen Preis Mensch und Umwelt für die Herstellung zahlen.

Ein Thema findet man auf fast jeder Unternehmens-Webseite: Nachhaltigkeit. Viel zu oft sei das, was man dort liest, allerdings nur Greenwashing. „Oft sind die Aussagen schwammig und nicht durch Dritte verifiziert“, sagt Salzmann.

Jeder kann seine Produkte ‚umweltfreundlich‘ nennen. Der Begriff ist weder klar definiert noch geschützt.

Elke Salzmann, Bundesverband der Verbraucherzentrale

Auch Greenpeace steht großen Online-Händlern wie Amazon äußerst kritisch gegenüber. „Das Konzept ist absurd“, sagt Wohlgemuth. „Einerseits versucht sich Amazon mit Nachhaltigkeit zu rühmen: Beim Kauf würde man praktisch noch das Klima schützen. Andererseits zerstört der Konzern Retouren und Neuwaren, die Platz im Regal beanspruchen, baut ständig neue Logistikcenter und kauft eine eigene Flugflotte, um noch schneller noch mehr verkaufen zu können.“


Quelle: ZDF Online-Nachrichten – den ganzen Artikel vom ZDF finden Sie unter:
https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/black-friday-nachhaltigkeit-verbraucher-kritik-shopping-100.html